NÄCHSTE GOTTESDIENSTE

 

GEISTLICHES WORT

Gedanken zur Jahreslosung

 

Jesus Christus spricht: "Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ Lukas 6,36

Es ist eisig kalt in der Fußgängerzone einer Kleinstadt. Zwei junge Männer gehen die Straße entlang und bleiben bei einem obdachlosen Mann stehen. Aus ihrem Rucksack holen sie Kaffee und Kuchen, nehmen Platz und teilen miteinander die einfache Mahlzeit. Ohne viele Worte entsteht eine herzliche „Tischgemeinschaft“ – ohne dass nur ein Passant Notiz davon nimmt.

Barmherzigkeit gibt es in tausend Varianten. Sie kann sich zwischen Bekannten oder Unbekannten ereignen, zwischen Menschen, denen ich persönlich begegne oder die weit weg von mir leben. Doch eines erlebe ich immer wieder: Es berührt mich im Inneren, wenn ich sehe, wie Menschen barmherzig handeln – denn dabei lassen sie sich ins Herz schauen. Das zeigt auch die Herkunft dieses Wortes aus dem Althoch-deutschen: Der Wortteil „barmen“ bedeutet, die Not eines Armen sich zu Eigen zu machen. Der Wortteil „Herz“ deutet die Motivation hierfür an. Weder ein moralisches Pflichtgefühl noch das schlechte Gewissen sind hier der Antrieb. Barmherzigkeit entspringt spontan von innen heraus, eben aus dem Herzen. Barmherzig-Sein drückt eine Liebe aus, die es nicht mehr schafft, beim bloßen Mitgefühl über das Elend anderer stehen zu bleiben. Barmherzig-Sein drängt zum Handeln. Es ist ein tiefgründiges Wort, das nicht für Oberflächliches taugt. In unserem Sprachgebrauch ist es leider nur noch selten zu finden.

Jesus zeigt uns in der Jahreslosung, dass wir einen Vater im Himmel haben, der barmherzig ist. Er ist gewissermaßen der Meister in Sachen Barmherzig-Sein. Bei ihm können wir zur Schule gehen. Und in Jesus hat uns Gott ein lebendiges Beispiel dazu gegeben. So wie Jesus mit Menschen umgeht – so lebt sich Barmherzig-Sein in dieser Welt.

Durch die Jahreslosung 2021 werden wir tat-sächlich ganz schön herausgefordert. Die Not in der Welt ist groß. Doch Elend und Armut können wir auch schon in unserer Nachbarschaft finden, vielleicht sogar in der eigenen Familie oder im Freundeskreis. Wo fange ich da bloß an? Es darf gern im Kleinen sein. Wenn wir mit offenen Augen durch das Leben gehen, können wir spüren, für wen Gott uns das Herz erwärmt.

Ich wünsche Ihnen in diesem Jahr gute Erfahrungen mit der Jahreslosung und bin gespannt auf so manche Geschichte, die Sie mit diesem Vers erleben.

 

Es grüßt Sie herzlich

Pfarrer z. A. Philipp Frank

 

GLAUBENSBEKENNTNIS

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist,

geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,

die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,

Vergebung der Sünden,

Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.

Wir glauben an den einen Gott,
den Vater,
 den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat,
Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

  

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,

aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und er wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn
angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,
und die eine, heilige, allgemeine
und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe
zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.

Amen.

 

PSALM 23

  1. Ein Psalm Davids.
    Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
     

  2. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
     

  3. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens Willen.
     

  4. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück;
    denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
     

  5. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
    Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
     

  6. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
    und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
     

 

VATER UNSER

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.

Amen.

 

KONTAKT

Ev.-Luth. Kirchspiel Coswig-Weinböhla-Niederau
Pfarramt und Friedhofsverwaltung

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